PR-Enthusiast Harald Ille

Überzeugen, nicht überreden

Kategorie: Online-PR

Social Media Release

Das Social Media Release ist die ganz hohe Kunst der Social-Media-Pressearbeit, und vermutlich wird sie erst in ein paar Jahren der klassischen Pressemeldung den Rang ablaufen. Aber: Man kann sich ja mal ansehen, wie PR der Zukunft ausehen könnte. Die Idee hinter dem Social Media Release ist allerdings keine Zukunftsmusik, sondern eine handfeste Überlegung aus dem Hier und Jetzt. Und zwar:

Blogger mögen keine Pressemitteilungen.

Das liegt in der Natur der Sache: Wer bloggt, möchte selbst publizieren. Wer bloggt, möchte nur in wenigen Ausnahmefällen fremde Inhalte weiterverbreiten. Also “drucken” Blogger keine fertigen Pressemitteilungen ab. Blogs sind keine Lokalzeitung, die froh und dankbar für gut geschriebene Pressetexte ist. Blogger möchten selber denken, selbst recherchieren, sich selbst eine Meinung zu einem Sachverhalt bilden. Und diese Meinung möchten sie mit den Leserinnen und Lesern diskutieren – im Blog ist alles im Fluss.
Blogs funktionieren also gänzlich anders als eine gedruckte Zeitung. Also sind auch die Bedürfnisse von Bloggern andere.

Das Social Media Release liefert Grundlagen

Das Social Media Release überlässt die Konzeption eines Textes den Bloggern. Ausformulieren, überarbeiten, ja: schreiben müssen sie ihren Text ebenfalls selbst. Das Social Media Release liefert aber die Substanzen für einen schönen Blogpost: Materialien, O-Töne, Stichwörter, Argumente, Links. Also das, worauf sich Blogger stützen können für ihren eigenen Text.

Authentischer und aufwändiger

Vorteil: Ein Social Media Release ist authentischer als eine gedrechselte und zehnmal abgestimmte Pressemitteilung: Es verzichtet auf alle Rhetorik und Interpetation, sondern sagt, was ist.
Nachteil: Eine Pressemitteilung ist schnell verfasst, ein Social Media Release bedeutet mehr Aufwand. Allerdings zahlt sich dieser Aufwand schnell aus, denn durch die höhere Athentizität und Glaubwürdigkeit eines “SMR” ist auch die “Abdruckquote” höher.

Das Impressum

Publikationen, die nicht rein privaten und familiären Charakter haben, müssen ein Impressum haben – das regeln die Landespressegesetze. Das Bundesjustizministerium hat dazu einen Leitfaden ins Netz gestellt.

Wikipedia schreibt:

Ein Impressum (lat. impressum „Hineingedrücktes“ bzw. „Aufgedrücktes“) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Herkunftsangabe in Publikationen, die Angaben über den Verlag, Autor, Herausgeber oder Redaktion enthält, vor allem um die presserechtlich für den Inhalt Verantwortlichen kenntlich zu machen. Oft werden auch zusätzliche Informationen wie Druckerei, Erscheinungsweise, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort aufgeführt. […] Ein Impressum soll schnell zu finden und leicht zu erkennen sein.

 

Anbieterkennzeichnung

Das gilt auch für Internetseiten, hier spricht man aber eher von „Anbieterkennzeichnung“ oder auch „Kontakt“. Auch hierfür gibt es einen Leitfaden des Justizministeriums. Angegeben werden müssen Vor- und Zunamen ohne Abkürzungen und eine Adresse. Für rein private Websites benötigt man aber kein Impressum. Allerdings ist Vorsicht geboten: Abmahn-Anwälte durchkämmen gerne Webseiten und „kontrollieren“ das Impressum.

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