Adjektive sind wie Schnaken

[et_pb_section admin_label=“section“][et_pb_row admin_label=“row“][et_pb_column type=“4_4″][et_pb_testimonial admin_label=“Testimonial“ author=“Mark Twain“ job_title=“Schriftsteller und Journalist“ url_new_window=“off“ quote_icon=“on“ use_background_color=“on“ background_color=“#f5f5f5″ background_layout=“light“ text_orientation=“left“ portrait_border_radius=“90″ portrait_width=“90″ portrait_height=“90″ body_font_size=“14″ use_border_color=“off“ border_color=“#ffffff“ border_style=“solid“ url=“http://www.marktwainproject.org/xtf/view?docId=letters/UCCL01772.xml;style=letter;brand=mtp“ company_name=“Brief an David Watt Bowser, 20. März 1880″] „I notice that you use plain, simple language, short words and brief sentences. That is the way to write English – it is the modern way and the best way. Stick to it; don’t let fluff and flowers and verbosity creep in. When you catch an adjective, kill it. No, I don’t mean utterly, but kill most of them – then the rest will be valuable. They weaken Weiterlesen…

Prickelnde PR für bittersüße Brause

Sascha Lobo war schuld. Er hat sich über PR-Mailings geärgert und das in einer Kolumne kundgetan. Prinzipiell habe er nichts gegen PR, aber: Ich habe aber sehr wohl etwas gegen die Impertinenz, mit der PR oft – zu oft – betrieben wird: zu glauben, dass die Auftragskommunikation, die man transportiert, irgendetwas anderes sei als eben Auftragskommunikation, und daraus abzuleiten, sie sei wichtig für die gesamte Welt! So wichtig, dass alle Regeln fallen gelassen werden müssen, “auf Ihrer Webseite steht zwar, Sie wollen NIEMALS aus PR-Gründen angerufen werden, aber wir haben hier die Weltpremiere des neuen ZONGO Limone mit WLAN, wenn Weiterlesen…

Heizungen für Norwegen

Den Blick einmal umdrehen, sich auf seine eigenen Stärken besinnen, obwohl alle Welt denkt, man sei schwach. Kein passives, hilfloses, larmoyantes Opfer sein, obwohl das alle Welt erwartet, sondern selbstbewusst und aktiv die Dinge selbst in die Hand nehmen und der Welt die Stirn bieten: „Radi-Aid“. „Now the tables have turned – now it’s Africa for Norway!“ Eine brillante Umkehrung des „USA für Africa“-Prinzips, das zeigt: Wir sind ein selbstbewusster Kontinent mit selbstbewussten, lebensbejahenden, fröhlichen und hilfsbereiten Menschen, die keine Almosen brauchen, sondern anderen in „kalter Not“ selbst gerne helfen. Gegen den Strich denken und Erwartungen unterlaufen bringt einen Aha-Effekt, Weiterlesen…

Trojanische Pferde in Wunsiedel

Gegen den Strich denken – das ist meist ein Erfolgsrezept für eine gute PR-Aktion. Typische Reflexe einmal zu unterlaufen, das Unerwartete tun, Dinge einmal ganz neu zu betrachten: Dazu braucht es Mut, dazu braucht es Kreativität, dazu braucht es auch ein gerüttelt Maß an Unerschrockenheit. Kommt das zusammen, können wunderbare Aktionen entstehen wie etwa das großartige „Rechts gegen Rechts“ der Aussteigerorganisation Exit im fränkischen Wunsiedel. Exit hat sich nämlich mit Neonazis angelegt; aber nicht, wie wohl der typische Reflex wäre, konfrontativ, sondern beinahe kollaborativ. Was genau passiert ist, erklärt das Video sehr anschaulich. Die geniale Idee hier ist eine, die Weiterlesen…

Hyperventilierende Superlative

Superlative, also die Steigerung der Steigerung, sind in seriösem Journalismus verboten. Das Größte, Schönste, Tollste ist nur dann auch wirklich das Schöne, Wahre, Gute, wenn es ganz alleine oben an der Spitze steht. Wenn es also seinen eigenen Superlativ rechtfertigt. Warum keine Superlative? Seriöse Texte in seriösen Zeitungen sind natürlicherweise keine Fundgruben atemberaubender Übertreibungen und wirken daher auf den ersten Blick ein wenig dröge. Dass die Bild-Zeitung in nicht nur dieser Frage einen etwas mutigeren journalistischen Kurs fährt, verwundert nicht weiter – aber eine Frage stellt sich: Wenn Journalismus meist von Außergewöhnlichem und Besonderem berichtet und Spitzenleistungen im Sport, in Weiterlesen…

Redaktionen sind wie Türsteher

Die Kollegen vom Pressesprecher-Magazin haben hier sehr schön zusammengefasst, welche fünf PR-No-Goes Redakteure wirklich nerven. Ich möchte diese fünf Punkte in meinen eigenen Worten nochmal rekapitulieren: Ein Unternehmen möchte ja, dass Journalistinnen und Journalisten den vom Unternehmen selbst bereitgestellten Content weidlich nutzen – das ist ja der Sinn einer „Pressearbeit“. Also müssen die bereitgestellten Inhalte wie Texte, Dokumente, Fotos und Grafiken (diese vor allem!!) auch jeder Journalistin und jedem Journalisten „barrierefrei“ zugänglich sein. Daher die eiserne Regel: Keine Registrierung! Klar möchte das Unternehmen damit die Kontaktdaten des Journalisten für den eigenen Verteiler abgreifen und es bei der Suche nach veröffentlichten Weiterlesen…

PR ist nur beim anderen schlecht

Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations — Dick Polman, Philadelphia Inquirer Der Satz stimmt aus meiner Sicht weitgehend und zeigt sehr schön auf, was Journalismus von Public Relations unterscheidet. Allerdings malt er ein sehr heroisches Bild von einem völlig unabhängig-autarken, kritisch bis todesmutigen Revelationsjournalismus. Einer manischen Enthüllungssucht, die vor Langeweile gähnt, wenn alltägliche Mitteilungen über das alltäglich zu Berichtende auf ihren Schreibtisch flattert – PR, so unterstellt dieses Zitat, ist schnarchiger common sense, von den Mächtigen benutzt, um die Bevölkerung mit Hofberichten einzulullen. Echter Journalismus hingegen müsse Weiterlesen…

Fund Raising: 1188 Takte

Man kann ein Benefizkonzert veranstalten und Karten für den guten Zweck verkaufen – oder man kann den Kartenerwerb selbst als Geschichte zelebrieren. So wie das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen NCT in Heidelberg. Es verkauft keine „Plätze“, sondern Takte. 1188 Stück davon hat das „Concert of Sacred Music“ des großen Jazz-Komponisten und Bandleaders Duke Ellington – und jeder einzelne muss eine Käuferin oder einen Käufer finden – nur die Takte, die verkauft werden, werden auch gespielt. Diese Idee verbindet drei Dinge auf brillante Art und Weise miteinander (ich habe das hier schon mal ausgeführt): Jeder Käufer eines Taktes wird zum Paten, jede Käuferin Weiterlesen…