Name, Alter, Funktion

„Vergessen Sie nie, daß für jeden Menschen sein Name das schönste und wichtigste Wort ist.“ (Dale Carnegie) Daher zwei Grundregeln: NIEMALS Namen falsch schreiben! NO JOKES with names! Personen/Menschen/Leute haben immer einen Vor- und einen Zunamen. Ob sie Mann oder Frau sind, erschließt sich in aller Regel sofort aus dem Vornamen oder mittelbar aus dem Zusammenhang – daher gibt es kein „Herr“ und kein „Frau“ (Ausnahmen sind exotische und asiatische Namen). Auch Doktoren- und Professorentitel sind zu vernachlässigen. In Universitätsstädten, wo die Akademikerdichte naturgemäß recht hoch ist und die Titel daher keine Alleinstellungsmerkmale sind, drucken Zeitungen aber häufiger diese akademischen Weiterlesen…

Zahlen & Maßeinheiten

Zahlen und Maßeinheiten sollten am besten immer ausgeschrieben werden, weil man sich bei einem Wort weniger leicht „vertippt“ als bei einer schnell hingeschriebenen Ziffer. Schnell wird aus einem „10 Uhr“ in einer Einladung ein „19 Uhr“ – und die Veranstaltung, die vormittags stattfindet, ist vorbei, wenn die Besucher kommen… Daher: Zahlen von „eins“ bis „zwölf“ ausschreiben, ebenso zwanzig bis neunzig, hundert bis tausend, zehntausend, eine Million, eine Fantastilliarde.  Das gilt besonders für Maßeinheiten. Quadratmeter statt m2, Mikrometer statt μm, Hektar, Hektoliter, Lichtjahr. Auch chemische Bezeichnungen „eindeutschen“, etwa Kohlendioxid, Ammoniak, Wasser statt H2O! Man muss sich unter den Zahlen und Mengen etwas vorstellen können. Wer weiß schon genau Weiterlesen…

Typografie

Satzzeichen sind nicht beliebig, sondern unterliegen ebenfalls einer klaren Regelung. Satzzeichen kommen immer direkt hinter den letzten Buchstaben! (und nicht so ! ). Klammern (übrigens) auch. Mit Ausrufezeichen bitte sehr sparsam umgehen. NIEMALS mehr als eines!!!! „Anführungszeichen“ sind keine „Hochkommata“. «Das sind französische», “das sind englische” und »das sind dänische Anführungszeichen«. Einen schönen Überblick über die verschiedenen Arten von Anführungszeichen in diversen Sprach- und Kulturkreisen gibt Wikipedia. Einschübe öfter mal – mit Gedankenstrichen – absetzen. Bindestriche und Minuszeichen – sind keine Gedankenstriche – sind keine Spiegelstriche —.

Social Media Release

Das Social Media Release ist die ganz hohe Kunst der Social-Media-Pressearbeit, und vermutlich wird sie erst in ein paar Jahren der klassischen Pressemeldung den Rang ablaufen. Aber: Man kann sich ja mal ansehen, wie PR der Zukunft ausehen könnte. Die Idee hinter dem Social Media Release ist allerdings keine Zukunftsmusik, sondern eine handfeste Überlegung aus dem Hier und Jetzt. Und zwar: Blogger mögen keine Pressemitteilungen. Das liegt in der Natur der Sache: Wer bloggt, möchte selbst publizieren. Wer bloggt, möchte nur in wenigen Ausnahmefällen fremde Inhalte weiterverbreiten. Also „drucken“ Blogger keine fertigen Pressemitteilungen ab. Blogs sind keine Lokalzeitung, die froh und dankbar Weiterlesen…

Die unsichtbare Mehrfachperson

Man soll so schreiben, wie man spricht. Man soll nicht unbedingt so schreiben, wie man denkt. Denn dann kommen manchmal etwas verquere Begrifflichkeiten heraus. Verwaltungen und Behörden schreiben manchmal leider so, wie sie denken. Ich fange mal mit der kleinsten Verwaltungseinheit an, die es gibt: die Person. Eine Person ist für Verwaltungen etwas sehr Undefiniertes. In der überragenden Zahl der Fälle tritt die Person nämlich alleine auf. Daher nennt die Verwaltung sie folgerichtig „Einzelperson“. Um sie von der so gut wie nie vorkommenden „Mehrfachperson“ zu unterscheiden. Denn eine klare Definition ist immer besser als fürchterliche Verwirrung. Manchmal gibt es aber Weiterlesen…

Verständlich schreiben

Das Wichtigste ist: Was immer ich schreibe, es muss auf Anhieb verständlich sein. Doch wie schreibe ich „verständlich“? Was einfach ist, ist schnell und gut zu verstehen. Also verzichte ich auf alles, was kompliziert ist. Das geht beim Satzbau los: Die Abfolge Subjekt – Prädikat – Objekt mag wenig literarische Qualität haben. Aber jeder versteht einen solch einfach gebauten Satz sofort. Je einfacher, desto eingängiger – und genau das soll die „Botschaft“ meiner Pressemeldung ja bezwecken. Statt: Zur Vorbereitung der Baumaßnahme „Barrierefreier Aufgang zum Fußballplatz Müllerweg“ erfolgt vor Beginn der Vegetationsperiode die Baufeldfreimachung in der 10. KW 2010, die eine Weiterlesen…

Meldung

Ein kurzer Hinweis auf ein Ereignis ohne Wertung und ohne Kommentar, tatsachenbezogen und objektiv. Meldungen „melden“ etwas Geschehenes oder weisen auf ein Ereignis in der Zukunft hin. Meldung und Nachricht bringen die Antwort auf die sieben journalistischen W-Fragen (Wer, was, wann, wo, wie, warum und woher/welche Quelle).

Nachricht

Die Nachricht teilt neue Fakten mit, und zwar beginnend mit dem Wichtigsten. “When a dog bites a man, that’s not news, but when a man bites a dog, that’s news” – will heißen: Nur ein ungewöhnliches Ereignis ist eine Nachricht. Es gibt “hard news” über fogenschwere aktuelle Ereignisse aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Natur. Und es gibt “soft news” mit Unterhaltungswert, die weder von allgemeinem Interesse noch folgenschwer sind: Kurioses und Klatsch aus aller Welt. Der Einleitungssatz (auch Lead genannt) sollte möglichst viele der “sieben W-Fragen”, beantworten: Wer hat wann, was, wo, wie, warum getan (bzw. wem ist was … Weiterlesen…

Bericht

Der Bericht ist länger als eine Meldung, im Aufbau aber identisch. Er enthält Nachrichtliches, das über die reinen Fakten hinaus geht: Details, Hintergründe und Zitate handelnder Personen, Einschätzungen von Experten. Im Unterschied zur Nachricht erhellt der Bericht auch die Zusammenhänge, Hintergründe und die Vorgeschichte des Ereignisses. Im Fernsehen gibt es den „Bilderbericht“, bei dem Berichterstatter einen Text zu den eingeblendeten Aufnahmen sprechen. Ist ein Journalist auch Korrespondent, ist er als Augenzeuge zugleich Quelle der Information: Seine persönliche Ansicht muss deutlich zu erkennen sein.

Reportage

Die Reportage taucht in ein Geschehen ein und präsentiert es informativ und unterhaltsam. Dazu müssen die Reporter unbedingt an den Ort des Geschehens. Die Reportage lebt vom Wechsel des Blickwinkels, lebt von den Aussagen und Beschreibungen der Personen, lebt von der Handlung. Die Reportage ergänzt Nachricht und Bericht, kann diese aber nicht ersetzen. Die Reportage kann nur das Wichtigste auswählen und nur einen Teil der Wirklichkeit schlaglichtartig ausleuchten. Sie gibt nur das wider, was der Reporter vor Ort selbst erfahren hat, darf subjektive Impressionen enthalten und ist nicht nach Wichtigkeit aufgebaut, sondern folgt einer Dramaturgie. Sie soll das Publikum das Weiterlesen…