Die eigene Zeitschrift

Eine eigene Zeitschrift ist eine gute Visitenkarte. Sie ist ein Werbemittel der Organisation nach außen und fördert die Identifikation der Mitarbeiter und Mitglieder nach innen. Redaktion Man benötigt zwingend ein Publikationskonzept und eine qualifizierte „Redaktion“. Folgende Fragen muss man vorab klären: Welche Ziele verfolgen wir mit einer Publikation? Welche Inhalte haben wir dafür? Welche Leserinnen und Leser (Zielgruppen) können/möchten wir damit erreichen? Ziel einer Publikation kann etwa Werbung für die eigene Organisation sein. Folglich sollten Inhalte, Layout und die „Ansprache“ der Leser bunt, fröhlich, bildlastig und „menschelnd“ sein. Möchte man eher Fachthemen behandeln, liegt der Schwerpunkt auf dem Text und Weiterlesen…

Redaktionsplan

Eine gute Publikation folgt einem inneren Rhythmus, einer „Dramaturgie“. Die einfachste ist die Ressortabfolge der Zeitungen und Zeitschriften von der Politik, Ausland und Inland, zu Wirtschaft, Kultur, Lokalem und Sport. Solche „Ressorts“ sollte man auch für eine Kunden- oder Vereinszeitschrift finden, etwa: Wir über uns, Wichtiges in diesem Jahr, Wünsche und Grüße… Meist beginnt eine Publikation mit einem „Editorial“, dem Vorwort der Herausgeber. Darin kann man das Thema der Publikation und eventuelle Hintergründe erläutern und auf einzelne Berichte im Heft hinweisen. Das Top-Thema kommt meist nicht sofort, sondern wird mit kleineren aktuellen Meldungen „vorbereitet“. Zum großen Aufmacherthema sollte man auch Weiterlesen…

Fotos

„Wir brauchen nicht mehr Fotos, wir brauchen bessere Fotos“: Solche Sätze sagen Chefredakteure und Zeitungsdesigner gerne. Und es stimmt: Oft reicht ein einziges gutes Foto, um eine ganze Geschichte zu illustrieren. Zufällige Schnappschüsse sind in aller Regel keine guten Fotos. Publikationen des 21. Jahrhunderts leben von visuellen Elementen. In der Vergangenheit wurde und bei wenig modernen Redaktionen heute noch wird Fotos kein großer Stellenwert eingeräumt, weil es ja „auf den Text“ ankomme. Entsprechend stiefmütterlich wurden und werden Fotografen bezahlt und Fotos inszeniert. Daher: Gute Fotografinnen und Fotografen mit einem Händchen für Inszenierungen „einkaufen“ – gute Fotos zahlen sich aus. Bildrechte Weiterlesen…

Das Impressum

Publikationen, die nicht rein privaten und familiären Charakter haben, müssen ein Impressum haben – das regeln die Landespressegesetze. Das Bundesjustizministerium hat dazu einen Leitfaden ins Netz gestellt. Wikipedia schreibt: Ein Impressum (lat. impressum „Hineingedrücktes“ bzw. „Aufgedrücktes“) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Herkunftsangabe in Publikationen, die Angaben über den Verlag, Autor, Herausgeber oder Redaktion enthält, vor allem um die presserechtlich für den Inhalt Verantwortlichen kenntlich zu machen. Oft werden auch zusätzliche Informationen wie Druckerei, Erscheinungsweise, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort aufgeführt. […] Ein Impressum soll schnell zu finden und leicht zu erkennen sein.   Anbieterkennzeichnung Das gilt auch für Internetseiten, hier spricht man aber Weiterlesen…

Warum eine Pressekonferenz?

Pressekonferenzen sind ein effizientes Mittel, um in kurzer Zeit (45 Minuten) ein komplexes Thema vielen Multiplikatoren vorzustellen und nahe zu bringen. Vorteile: Der „Absender“ (also derjenige, der die PK einberuft) muss alles nur einmal erzählen, die „Adressaten“ (also die Medien) haben einen Termin, an dem sie die Absender kennenlernen und auch nach „sachfremden“ Inhalten fragen können; zudem erleichtert eine PK den Redaktionen die Planung und die Recherche. Nachteile: Eine Pressekonferenz ist oft aufwändig vorzubereiten – ob aber Journalisten der Einladung folgen, ist nicht gesichert. Redaktionen möchten in der Regel „exklusive“ Informationen; eine Pressekonferenz, zu der selbstverständlich alle Medien eingeladen sind, Weiterlesen…

Wann lädt man ein?

Redaktionen sind personell immer unterbesetzt. Das heißt, man bekommt sie mit einem guten Thema in seine PK, weil die Journalisten dann schnell und komprimiert viele Fakten für einen schönen Artikel oder Beitrag bekommen können. Sie kommen aber nur, wenn sie sich Neuigkeiten versprechen, die sie auf anderem Wege (kurzes Telefonat, Online-Recherche auf der Homepage des Anbieters) nicht bekommen können. Oder sie kommen, weil sie Fragen stellen wollen. Man lädt also sinnvollerweise dann zu einer PK, wenn man grundsätzliche und großartige Neuerungen zu verkünden hat: Neuer Vereinsvorstand mit neuem Konzept, völlig neues Geschäftsfeld, Bilanz-PK. Pressekonferenzen sind vor allem im Krisenfall wichtig Weiterlesen…

Wen lädt man ein?

Auch wenn man natürlich gerne die Chefredakteure der wichtigsten Medien persönlich beim Termin sehen möchte – man lädt nicht persönlich ein, sondern nur „die Redaktionen“. Bitte auch alle tagesaktuellen lokaljournalistisch arbeitenden Medien des Ortes gleichermaßen einladen; auch Online-Redaktionen und evtl. Blogger berücksichtigen. Spezial-Redaktionen wie etwa „Dow Jones“ (Wirtschaft) oder „kicker“ (Fußball) natürlich nur dann, wenn das Thema einigermaßen für diese Medien interessant sein könnte (meist ist es das selbstverständlich nicht). Die Anschriften aller Redaktionen Frankfurts finden sich auf www.frankfurt.de, Suchwort: „Presseliste“. Diese ist relativ aktuell und thematisch sortiert; zur PK eingeladen werden sollten die vier Zeitungen, die Stadtmagazine, die lokal Weiterlesen…

Wie lädt man ein… und wann „fasst man nach“?

„Nachfassen“, also der Einladung hinterher telefonieren, sollte man am besten nie – die Redaktionen sind in aller Regel genervt von solchen „Nachfassaktionen“. Und genervten Journalisten sollte man schnell aus dem Weg gehen… Nachfassen ist also kontraproduktiv. In der Redaktion anrufen sollte man nur, wenn man noch zusätzliche Informationen hat (etwa ein prominenter Redner, der noch kurzfristig zugesagt hat) – dann sollte man kurz in den Redaktionen anrufen und auf die PK mit dem Highlight hinweisen. Auch mehrfache Einladungen über verschiedene Kanäle sind kontraproduktiv (Bsp. Aerobic-Halle: der Architekt lädt die Kulturredaktion ein, der Vereinsvorstand die Lokalchefin, der Abteilungsleiter Aerobic die Sportredaktion). Weiterlesen…

Die Presseeinladung

Die Presseeinladung sollte maximal eine Seite lang sein, besser: so kurz wie möglich. Man muss es als Appetithappen verstehen: Soviele Informationen geben, dass die Journalisten neugierig werden, aber nur so wenig, dass sie selber kommen müssen, um den Rest zu erfahren. Einladungen, die verkappte Pressemeldungen sind und in denen alles wichtige bereits drinsteht, sind unsinnig. Lieber nach dem Pressetermin noch eine umfassende Pressemitteilung verschicken. Auch brauchen die Redaktionen keine aufwändig gestalteten zeremoniellen Briefköpfe mit den Logos aller beteiligten Organisationen. Weitaus wichtiger sind die essentiellen Fakten: Wer lädt zu welchem Anlass ein? Wo und wann findet die Pressekonferenz statt? Wer spricht Weiterlesen…