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PEST-Analyse

Überzeugen, nicht überreden

PEST-Analyse

Eine weitere Möglichkeit, die Ist-Situation zu analysieren und daraus Aufgaben und Herausforderungen abzuleiten, ist die PEST-Analyse. Sie eignet sich besonders für das Projektmanagement.

Was ist die PEST-Analyse?

Die PEST-Analyse wird in der strategischen Unternehmensentwicklung ursprünglich einegesetzt. Die Idee hinter den 4 Buchstaben: Wir wollen externe Einflussfaktoren erkennen, Chancen und Risiken entdecken und daraus dann die richtigen Schritte für unser Projekt ableiten. Dabei betrachtet die Analyse vier Themenbereiche:

  1. Political – Politische Faktoren
  2. Economic – Wirtschaftliche Faktoren
  3. Socio-Cultural – Sozio-kulturelle Faktoren
  4. Technical – Technische Faktoren
PEST-Analyse – Grafik: Harald Ille

Was für ganze Organisationen sinnvoll ist, kann auch für Projekte genutzt werden, zum Beispiel: 

  • um Ideen für neue Projekte zu sammeln,
  • um zu entscheiden, welche Projekte durchgeführt werden sollten bzw. sie zu priorisieren.
  • für das Sammeln von Risiken im Rahmen der Risikoanalyse.
  • für das Sammeln von Einflussfaktoren in der Umfeldanalyse.

Welche Fragen stellt die PEST-Analyse?

  • Politische Faktoren (Political):
    Wie können zukünftige Wahlen das Projekt beeinflussen?
    Könnte es neue rechtliche Vorschriften oder Reglementierungen geben?
    Welche Unternehmenszweige werden zukünftig von der Politik belohnt/bestraft?
    Wie kann die Unternehmensstrategie das Projekt beeinflussen?
    Welche Projektpromotoren könnten wegfallen?

  • Wirtschaftliche Faktoren (Economic):
    Welche wirtschaftlichen Entwicklungen können auftreten?
    Wie wird sich die Kaufkraft entwickeln?
    Wie könnte sich die fortschreitende Globalisierung auf das Unternehmen auswirken?
    Wie ist das Projekt von Geldgebern abhängig?
    Gibt es wirtschaftliche Risiken für das Projekt?

  • Sozio-kulturelle Faktoren (Socio-Cultural):
    Wie ändert sich die Alters- und Kundenstruktur?
    Welche Trends existieren?
    Gibt es Tabu-Themen?
    Wie kann sich die Teamstruktur auf das Projekt auswirken?
    Existieren zwischenmenschliche Stolperfallen im Projekt?

  • Technische Faktoren (Technical):
    Welche neuen Technologien könnten sich entwickeln?
    Wie wirken sich neue Technologien aus?
    Haben Wettbewerber Zugang zu alternativen Technologien?
    Welche technologischen Abhängigkeiten gibt es im Projekt?
    Welche Unsicherheiten könnten bei neuen Technologien auftreten?

Die Fragen sind nur Beispiele. Welche Fragen Ihr letztlich stellt, hängt von Eurem Projekt, dem Umfeld, in dem es sich befindet, und Euren gewünschten Zielen ab.  

Präzisieren der Analyse 

An PEST zeigt sich sehr eindrücklich, dass jede Methode nur ein Fingerzeig, nur eine Basis, nur ein Hinweis ist. Die wirklichen Fragen, die wir uns stellen müssen, hängen von der Situation ab, in der wir uns befinden. Daher können wir statt der vier Themenfelder auch weitere Bereiche betrachten – und sie in unsere Analyse mitaufnehmen.

  • PESTEL (auch: PESTLE): Political, Economic, Socio-Cultural, Technological, Environmental, Legal.
  • STEEPLE: Social/Demographic, Technological, Economic, Environmental, Political, Legal, Ethical.
  • PESTLIED: Political, Economic, Socio-Cultural, Technological, Legal, International, Environmental, Demographic.
  • SLEPT: Socio-Cultural, Legal, Economic, Political, Technological.
  • LONGPESTLE: Durchführung von PESTLE als Local-, National- und Global-Version.

Also: Es kommt nicht auf das buchstabengetreue abarbeiten einer „Checkliste“ an – sondern auf eine systematische Vorgehensweise, Wie diese Systematik letztlich aussieht, ist Eurer Kreativität und Professionalität überlassen. Wichtig ist nur: Betrachtet Euer Projekt „von außen“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln und stellt die richtigen, zielführenden Fragen!

Checkliste für die PEST-Analyse – Grafik: Harald Ille

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