Die Presseeinladung sollte maximal eine Seite lang sein, besser: so kurz wie möglich. Man muss es als Appetithappen verstehen: Soviele Informationen geben, dass die Journalisten neugierig werden, aber nur so wenig, dass sie selber kommen müssen, um den Rest zu erfahren. Einladungen, die verkappte Pressemeldungen sind und in denen alles wichtige bereits drinsteht, sind unsinnig. Lieber nach dem Pressetermin noch eine umfassende Pressemitteilung verschicken. Auch brauchen die Redaktionen keine aufwändig gestalteten zeremoniellen Briefköpfe mit den Logos aller beteiligten Organisationen. Weitaus wichtiger sind die essentiellen Fakten:

  • Wer lädt zu welchem Anlass ein?
  • Wo und wann findet die Pressekonferenz statt?
  • Wer spricht (Namen und Funktion)?
  • Was gibt es zu beachten? (Also: Gummistiefel mitbringen/Fotografieren verboten/Parkausweis bei Pförtner abholen, etc.)
  • Welche Handynummer hat der Ansprechpartner für organisatorische Fragen (=Pressesprecher/in)?

Bei der Termin- und Ortssuche für die PK kann man, nein sollte man ruhig etwas kreativ sein – vor allem dann, wenn es thematisch geboten ist. Wenn der Vogelschutzbund zum Morgenspaziergang (mit Frühstück) in den Wald einlädt, dann stehen auch Journalisten gerne um 5 Uhr auf. Donnerstag, 11 Uhr, ist dagegen die denkbar schlechteste Zeit für eine PK – weil da alle anderen auch eine machen. Nach 17 Uhr sollten PKs aber nicht mehr stattfinden – dann beginnt in den meisten Redaktionen der heißeste Teil der Zeitungs- oder Nachrichtenproduktion. Außerdem fangen ab 18 Uhr Abendveranstaltungen an, von denen die Redaktionen ja auch berichten müssen.

Kategorien: Pressearbeit

Harald Ille

Digital Enthusiast. Wordpress-Enthusiast. Und PR-Enthusiast. Aus Heidelberg.

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