Zahlen und Maßeinheiten sollten am besten immer ausgeschrieben werden, weil man sich bei einem Wort weniger leicht „vertippt“ als bei einer schnell hingeschriebenen Ziffer. Schnell wird aus einem „10 Uhr“ in einer Einladung ein „19 Uhr“ – und die Veranstaltung, die vormittags stattfindet, ist vorbei, wenn die Besucher kommen…

Daher: Zahlen von „eins“ bis „zwölf“ ausschreiben, ebenso zwanzig bis neunzig, hundert bis tausend, zehntausend, eine Million, eine Fantastilliarde. 

Das gilt besonders für Maßeinheiten. Quadratmeter statt m2, Mikrometer statt μm, Hektar, Hektoliter, Lichtjahr. Auch chemische Bezeichnungen „eindeutschen“, etwa Kohlendioxid, Ammoniak, Wasser statt H2O!

Man muss sich unter den Zahlen und Mengen etwas vorstellen können. Wer weiß schon genau zu sagen, wieviel Kannen Wasser man braucht, um zwei Kubikmeter zu füllen? Was bedeutet es, wenn ein Gebäude aus drei Millionen Kubikmetern Beton besteht – wieviel ist das? Vergleiche helfen da weiter: Die Baustelle ist so groß wie zwei Fußbvallfelder, die gespeicherten Daten passen auf soviele CDs, dass sie nebeneinandergelegt von Frankfurt bis München reichen würden, die Staatschulden würden in Eurostücken einen Zug füllen, der dreimal um die Erde reichen würde…

Meist sind sehr genaue Zahlen ohnehin nicht nötig, meist geht es um Größenordnungen: „Arbeitslosenzahl unter drei Millionen“, „Halbwertszeit bei 24.000 Jahren“, „Exporte knacken die Billionenmarke“.

Unschön sind Ziffern in Überschriften. Dort sollte man immer die Zahlen ausschreiben. Dezimalzahlen oder Brüche sind komplett verboten.


Harald Ille

Digital Enthusiast. Wordpress-Enthusiast. Und PR-Enthusiast. Aus Heidelberg.